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Bad Kreuznach

Dritter DM-Titel in zwölf Monaten

aktualisiert: 19.05.2017, 18:36 Uhr

Fußtreffer: Viviana Valentino (rechts) vom TC Han Kook Bad Kreuznach erwischt ihre Kontrahentin bei den deutschen Meisterschaften an der blauen, elektronischen Weste und sichert sich so einen Zähler. Foto: Peter Bolz

Aufgrund einer kuriosen Terminansetzung der Meisterschaften im Jahr 2016 gewann Viviana damit innerhalb von zwölf Monaten zwei offizielle deutsche Meisterschaften und die German Open, die als offene deutsche Meisterschaften gelten.

Unter den Augen von Bundestrainer Marco Scheiterbauer deklassierte die Hargesheimerin im Finale die Gewinnerin des renommierten Presidents-Cups, Julia Voll (Bayerische Taekwondo-Union), mit 28:8. Auch die anderen Kämpfe gewann Viviana Valentino mit großem Vorsprung, sodass sie ein Trefferverhältnis von 99:36 nach vier Kämpfen aufzuweisen hatte. In dieser Form ist sie eine der heißesten Anwärterinnen für die begehrten Plätze zur Europameisterschaft und Weltmeisterschaft der Kadetten in diesem Jahr. Ihr Trainer Toto Gagliano trat bei den Senioren an, konnte aber seinen Finalkampf gegen einen gefühlt 30 Jahre jüngeren Gegner nicht gewinnen und wurde Zweiter. Genric Henke konnte an die vielen Erfolge des vergangenen Jahres nicht anknüpfen und verlor seinen Auftaktkampf.

Auch das restliche Wettkampf-Team des TC Han Kook sammelte Erfolge: Nicht weniger als fünf Wettkämpfer standen auf dem Treppchen beim internationalen Hessen-Pokal in Bad Homburg – und vier von ihnen sprangen auf die höchste Stufe. Den Anfang machte der aus Afghanistan stammende Ashraf Haidary, der mit dominantem Stil trotz zweier nicht gegebener Kopftreffer überlegen gewann. Rohit Singh – Spitzname Hulk – trieb seine Gegner mit einem Sturm aus Kopftreffern aus dem Ring und gewann beide Kämpfe durch K.-o. Daniel Krämer gewann seinen ersten Kampf und hielt im Finale gegen einen zwei Köpfe größeren Gegner gut mit, hatte aber aufgrund der geringeren Reichweite letztendlich keine faire Chance. Katharina Barskov machte es spannend und gewann mit einem Kopftreffer in der Schlusssekunde. Kira Wirz hingegen ließ wie gewohnt nichts anbrennen und beendete ihren Kampf beim Stand von 10:0 vorzeitig durch einen gezielten Tritt, der zu einem technischen K.-o. führte. Interimscoach Sebastian Moore zeigte sich mit den Resultaten dann auch sehr zufrieden. mah

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