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  • 17.02.2017, 18:02 Uhr17.02.2017, 18:02 Uhr
Bad Kreuznach

Lebenshilfe schafft neuen Lebensraum

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Martina Hassel und Vorsitzender Peter Leisenheimer (Rechts) informierten sich über die Dämmarbeiten. Foto: Josef Nürnberg

Lebenshilfe-Geschäftsführerin Martina Hassel und Vorsitzender Peter Leisenheimer wissen, dass sich die Lebenssituation der Bewohner in den vergangenen Jahren geändert hat. So sind heute bereits viele in Rente, die vor Jahren noch arbeiteten. Damit hat sich auch für sie wie bei allen Rentnern der Tagesrhythmus komplett geändert. So stand die Lebenshilfe vor der Frage, wie sie ihren Bewohnern, die ja vielfach Behinderungen haben, ein entsprechendes Umfeld im Rahmen des vorhandenen Bestands bieten kann. Da bot sich der Dachstuhl an, der bisher kaum genutzt wurde.

Doch er war schwer zu erreichen. Das Treppenhaus des Haupteingangs endete in der ersten Etage, sodass nur eine abseitige Treppe auf den Dachboden führte. Das wird nun im Rahmen des Ausbaus geändert, ebenso die Dachkonstruktion über dem Haupteingang. Für einen Aufzug und das neue Treppenhaus wird die Betondecke des Dachbodens aufgeschnitten. Danach wird die Traufe höher gemauert. Fensteröffnungen sollen zusätzliches Licht in die neuen Räume bringen. Zurzeit erledigt die Firma Klein Bedachungs GmbH die Dämmarbeiten. Dafür sind sechs Wochen einkalkuliert. „Schließlich sind rund 1000 Quadratmeter zu dämmen“, sagt Juniorchef Peter Klein. Die neuen Dachfenster, natürlich mit Sonnenschutz, sind bereits eingebaut. Laut Klein liegt man voll im Zeitrahmen. Erst danach kann der Innenausbau beginnen. Der ehemalige Speicher braucht eine neue Raumaufteilung.

Martina Hassel wie auch ihrem Vorstand war die Maßnahme ein großes Anliegen. Darum redet sie auch weniger über die rund 611.000 Euro teure Investition. Davon werden 350.000 Euro aufgrund der günstigen Zinsen fremdfinanziert. Zuschüsse fließen nicht. Hassel spricht dagegen von der Qualitätsverbesserung, die der Ausbau den Bewohnern und dem Personal bringe. So wird unterm Dach ein eigenes Fitnessstudio eingerichtet.

„Das ist keineswegs Luxus, denn auf Grund der Erkrankung einzelner Bewohner müssen diese Sport machen“, sagt Hassel. Sie sieht bei der Planung der Maßnahme immer den Menschen und will gezielt auf ihn hin investieren. Daneben wird im ehemaligen Speicher Physiotherapie angeboten. Zudem wird ein großer Gemeinschaftsraum entstehen, der multifunktional nutzbar sein wird.

Hier sollen sich die Bewohner, und das Personal treffen und er soll auch Platz für Seminare bieten. Zudem lässt sich ein Teil der Räumlichkeiten auch als Lager nutzen. Das war bisher nicht möglich. Doch künftig ist der Dachboden auch mit dem Aufzug erreichbar.

Martina Hassel ist froh, dass die Lebenshilfe das Projekt stemmt. Schließlich leben zurzeit 14 Menschen ganztags im Wohnheim. Da auch hier die Bewohner nicht jünger werden, sei die Investition der Lebenshilfe ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Da sind sich die Verantwortlichen einig. bj

Von unserem Reporter Josef Nürnberg

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