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  • 16.02.2017, 16:54 Uhr16.02.2017, 16:54 Uhr
Bad Sobernheim

"Saunarium": Gregor Korda setzt auf einen Neuanfang

Betreiber Gregor Korda im Außenbereich des Saunariums Bad Sobernheim vor dem Whirlpool und Außenschwimmbad ist zuversichtlich, dass das Insolvenzverfahren positiv abgeschlossen werden kann. Foto: Wilhelm Meyer

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Wolfgang Maus hat geprüft, ob der Betrieb nach wirtschaftlicher Neuaufstellung Aussichten hat, auch wirtschaftlich geführt zu werden. Im Gespräch mit dem „Oeffentlichen“ erläutert Gregor Korda da neu erarbeitete Konzept.

Herr Korda, was haben Sie im Saunarium verändert?

So viel musste gar nicht geändert werden. Vieles ist eine Frage der Geduld. Wir haben allerdings unterschätzt, wie lange es dauern kann, bis sich ein so seit langen Jahren etablierter, aber auch angeschlagener Betrieb stabilisiert. Und dann kam so ziemlich alles dazu, was schiefgehen kann. Der Umbau verteuerte sich – und dann das Wetter. Durch die Bewirtschaftung des Freibadkiosks haben wir auch unter den schlechten Besucherzahlen des Freibades mitgelitten. Aber auch die Sauna leidet. Die Sommergäste genießen neben der Sauna vor allem die Möglichkeit eines freien Sonnenbadens. Die wenigen Sonnentage haben gezeigt, dass die Saison wohl anders verlaufen wäre, wenn es einfach mehr Sonne gegeben hätte.

Wie ist nun der weitere zeitliche Ablauf?

Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung über die Zukunft des Saunariums im März fallen könnte.

Wie sehen Sie die Aussichten?

Ich bin außerordentlich zuversichtlich. Ich denke, wir haben bewiesen, dass der Betrieb funktionieren kann. Ein Glück für uns war, dass die Weiterführung ohne eine Unterbrechung möglich war. Die Stammkundschaft ist geblieben. Neue Stammkunden wurden hinzugewonnen. Die Publikumszahlen gehen nach oben, die Besucher werden jünger, und besonders stolz sind wir dass immer mehr Frauen zu uns kommen.

Muss man in der Kalkulation eines Betriebs nicht auch mit Einbußen rechnen?

Sicher! Aber dann kam auch noch die Mehrwertsteuererhöhung zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt hinzu. Dass man die Sauna aus der mit dem ermäßigten Satz bevorzugten Gesundheitsvorsorge herausgenommen hat, hat nicht nur uns das Genick gebrochen. Auch andere Saunen haben das nicht überlebt. Der Preis für den Nutzer steigt, und beim Betreiber bleibt nicht ein Cent. Dieser zusätzliche Rückgang der Besucherzahlen war einfach nicht zu verkraften. Die meisten Gäste sind ja mittlerweile zurückgekommen, aber die erste Reaktion auf die Verteuerung hatte ein weiteres Loch in die Kasse gerissen.

Und wie beurteilen Sie die Aussichten?

Wir haben ein tolles Team, die Gäste fühlen sich wohl. Wir legen äußersten Wert auf die Sauberkeit der Anlage. Das wird honoriert. Auch die täglich frische Küche schätzen die Gäste. Die Veranstaltungen werden angenommen. Der Las-Vegas-Abend im Dezember hat alle Rekorde gebrochen. Durch besondere Angebote wird der Besucherstrom entzerrt. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens können wir dann ohne Ballast auch wieder neu investieren. Man kann einen Betrieb nicht einfach nur verwalten. Die Gäste wollen nicht jeden Tag eine andere Sauna, möchten aber schon sehen, dass sich was bewegt. Das wäre mit dem Neuanfang möglich. Ich denke, dann kann man in dem Segment, das wir bedienen, gut bestehen.

Die Fragen stellte Wilhelm Meyer

Abende mit Motto

In regelmäßigen Abständen bietet Korda Saunaabende mit Motto an. Die nächste Saunaveranstaltung ist schon am Samstag unter dem Thema „Karneval in Rio“. Neben kulinarischen Genüssen aus der brasilianischen Küche werden auch Showaufgüsse und landestypische Unterhaltung angeboten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter saunarium-sobernheim.de

 

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