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Ein Ideengeist auf Entdeckungstour in Linz

Linz am Rhein ist eine schöne Stadt. Eigentlich ein Städtchen, doch das mindert die Bedeutung nicht. Wer durch die Altstadt geht, entdeckt schnell die Spuren der Vergangenheit, die davon zeugen, wie alt Linz tatsächlich ist.

Natürlich nicht in der heutigen Form, dazu hat sich zu viel im Laufe der Geschichte verändert. Sieht man einmal davon ab, dass viele Städte vermutlich die größten Veränderungen ab dem 20. Jahrhundert erfahren haben, dann ist dennoch eine gewisse Beständigkeit zu erkennen.

Als Ideengeist habe ich natürlich viele dieser Veränderungen miterlebt, denn für mich hat Zeit eine andere Bedeutung als für die meisten Menschen. So habe ich bereits den Bau der Pfarrkirche St. Martin miterlebt, den Historiker auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datieren. In etwa kommt das auch hin, mein Gedächtnis ist, was Jahreszahlen angeht, nicht so zuverlässig. Ich bitte das zu entschuldigen, wenn man so lange lebt wie ich, dann verlieren sie irgendwann ihre Wichtigkeit.

Linz am Rhein bietet viele Attraktionen. Eine, die Pfarrkirche, habe ich ja bereits erwähnt. Sehr interessant ist auch der Buttermarkt mit dem Brunnen und der Butterfrau, ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen, insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn das Wasser sprudelt. Warum nicht Butter aus dem Brunnen kommt, weiß ich leider auch nicht, obwohl das sicherlich besser zum Namen passen würde. Vielleicht wird man dieses Mysterium eines Tages noch ergründen.

Wie dem auch sei, wir begeben uns auf den Weg nach unten, in Richtung Rhein. Durch die Mittelstraße erreichen wir den Marktplatz, und wenn wir Glück haben, hören wir das Glockenspiel vom Rathaus, das sich zur linken Hand befindet. Weil wir aber den Marktplatz überqueren müssten, um zum Rathaus zu gelangen, dieser aber gut gefüllt ist mit Touristen, denn hier gibt es ja viele Cafés mit Außenplätzen, wir jedoch inzwischen den sehr dringenden Wunsch nach einem guten Kaffee aus dem Café Kitsch, unserem eigentlichen Ziel, verspüren, gehen wir weiter. Würden wir es schaffen, am Café Kitsch vorbeizugehen, gelangten wir auf den Burgplatz und von hier aus durch das berühmte Rheintor an das Rheinufer und zu der Fähre zwischen Linz und Kripp.

Doch daraus wird nichts, denn herrlicher Duft nach röstfrischem Kaffee und hausgemachtem Kuchen aus dem Café Kitsch lockt uns unwiderstehlich in das Lokal mit dem ganz besonderen Ambiente. Allerdings ist es Glückssache, überhaupt einen freien Platz zu bekommen. Am begehrtesten ist natürlich der Fenstertisch. Nicht nur, weil man von hier aus einen wunderbaren Blick nach draußen hat und auf diese Weise wertvolle Daten für eine psychologische Touristenstudie sammeln könnte, nein, viel wichtiger ist, dass man von hier aus all die wunderbaren Sachen am besten sehen kann, die man im Café Kitsch neben röstfrischem Kaffee aus der Rösterei Engel in Neuwied, hausgemachtem Kuchen mit überwiegend regionalen Zutaten, soweit dies möglich ist, und 18 Sorten Trinkschokolade von Zotter aus fairem Handel erwerben kann. Da sieht das staunende Auge neben den Geldbörsen von Moon, witzig-frechen Schildern und Magneten auch all den besonderen, ausgesuchten Kitsch, der dem Café seinen Namen gegeben hat.

All das aufzuzählen, was es hier gibt, würde den Rahmen eindeutig sprengen. Warum kommt Ihr nicht einfach mal vorbei? Ich verspreche Euch, es lohnt sich. Ihr könnt mir vertrauen, denn ich bin ein Ideengeist. Ich habe viel gesehen und viel erlebt, und vor allem erkenne ich eine gute Idee auf zehn Meilen gegen den Wind.

Ach ja, mein Name ist Mut. Herr Mut.

Ein Besuch bei uns bleibt ein unvergessener, schöner Moment des Lebens. Wir freuen uns auf Euch!

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