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Dernbach

Nach ViaSalus-Insolvenzantrag: Arme Dienstmägde wollen Dernbacher Klinik und Seniorenzentren in der Holding halten

Von Stephanie Kühr
Nach der ViaSalus-Insolvenz gehen im Dernbacher Krankenhaus nicht die Lichter aus. Im Gegenteil: Die Dernbacher Schwestern machen sich dafür stark, dass die Klinik im ViaSalus-Verbund bleibt.
Nach der ViaSalus-Insolvenz gehen im Dernbacher Krankenhaus nicht die Lichter aus. Im Gegenteil: Die Dernbacher Schwestern machen sich dafür stark, dass die Klinik im ViaSalus-Verbund bleibt. Foto: Sascha Ditscher

Nach dem Insolvenzantrag der Katharina-Kasper-ViaSalus-Gesellschaft bleibt bis zur Vorstellung des Sanierungskonzeptes und der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende März unklar, wie es mit dem finanziell angeschlagenen Gesundheitsdienstleister in Zukunft weitergeht. Doch eines ist für die Provinzoberin des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi (ADJC), Schwester Theresia Winkelhöfer, bereits jetzt klar: Die von der Heiligen Katharina Kasper gegründete Dernbacher Ordensgemeinschaft will das Herz-Jesu-Krankenhaus nicht aufgeben.

Lesezeit: 3 Minuten
 „Das Krankenhaus steht für uns nicht zur Disposition. Wir wollen das Stammhaus bei uns in der ViaSalus behalten“, machte die Provinzoberin im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich. „Wir wollen möglichst viele Einrichtungen bei ViaSalus behalten. Insbesondere alle Dernbacher Häuser sollen Teil der Gesellschaft bleiben. Das ist für uns die Ideallösung“, ...
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Westerwälder Politiker zeigen sich solidarisch mit Dernbacher Beschäftigten

Landrat Achim Schwickert (CDU) bezeichnet das Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach als „wertvollen und unverzichtbaren Bestandteil in der Krankenhausversorgung der Westerwälder Bevölkerung“. Eine Schwierigkeit sieht der Kreischef in den strukturellen Problem der Krankenhausfinanzierung insgesamt. Das derzeitige System der Entgelte lasse den auskömmlichen Betrieb eines Krankenhauses der Grundversorgung in ländlichen Gebieten nicht zu.

Die Forderung müsse sein, dass genau dies möglich sei. „Meine uneingeschränkte Solidarität gilt allen Beteiligten, die für das Krankenhaus Dernbach derzeit an einer konstruktiven Lösung arbeiten, vor allem aber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für die Westerwälder Bevölkerung einen hervorragenden Dienst leisten“, so der Landrat. Auch die Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet und die Bundestagsabgeordnete Gabi Weber (beide SPD) zeigen sich mit den Beschäftigten solidarisch. Wichtig sei beiden Abgeordneten, dass der Standort für die gesundheitliche Versorgung der Menschen in der Region erhalten bleibe. „Das Herz-Jesu-Krankenhaus ist ein Krankenhaus für die Region und nicht für den Profit“, betont Machalet im Hinblick auf einen möglichen neuen Träger. Beide Abgeordneten plädieren in einer gemeinsamen Stellungnahme für eine bessere Abstimmung der Krankenhäuser in der Region, um Doppelstrukturen abbauen zu können. aeg
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