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Berlin/Brachbach

Vom Bundespräsidenten ausgezeichnet: "Jacka" erhält höchste Ehrung für Sportler

Claudia Geimer

Von dieser Auszeichnung können die deutschen Fußballer in diesem Jahr nur träumen: Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling aus Brachbach ist im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt worden. Es ist die höchste Auszeichnung, die erfolgreiche Sportler in Deutschland erhalten können. Sie wurde 1950 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet.

Jacqueline Lölling beim Bad in der Menge. Die 23-jährige Olympia-Silbermedaillengewinnerin war beiM Empfang in ihrem Heimatort Brachbach im März sichtlich gerührt.
Markus Eschenauer

Entsprechend groß ist die Freude bei der 23-jährigen Skeletonpilotin: „Die Vergabe war für mich, und ich denke auch für alle anderen Medaillengewinner, eine große Ehre. Es war ein schöner Tag, in toller Atmosphäre im Schloss Bellevue und hat uns alle noch mal an unsere Momente in Pyeongchang erinnert“, schreibt sie in einer E-Mail. Fast alle Medaillengewinner der Olympischen und der Paralympischen Winterspiele von Südkorea waren nach Berlin zum Empfang beim deutschen Staatsoberhaupt gereist. Geehrt wurden unter anderem die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft, die Biathletin Laura Dahlmeier und der Skispringer Andreas Wellinger.

„Sie alle, die wir heute auszeichnen, können mit wirklich berechtigtem Stolz auf Ihre sportlichen Leistungen blicken. Sie sind die Weltbesten in Ihrer Disziplin. Sie haben erreicht, wonach Millionen Menschen streben. Und gerade für junge Menschen sind Sie Idole und Vorbilder“, sagte Steinmeier in seiner Ansprache. Leistungsdruck und Erwartungshaltungen an Spitzensportler seien hoch – ungeheuer hoch. Und gerade deshalb habe er großen Respekt vor allen, die sich nicht zu unfairen Mitteln verleiten ließen. „Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, und will Ihnen allen danken für die wirklich wunderschönen Tage, die Sie den Deutschen, und nicht zuletzt meiner Frau und mir, geschenkt haben.“ Pyeongchang, so der Bundespräsident, das waren für Deutschland die erfolgreichsten olympischen Winterspiele seit der Deutschen Einheit. Und auch das Paralympische Team hat mehr Medaillen gewonnen als vor vier Jahren in Sotschi: „Es war ein echtes Wintermärchen, und ich freue mich sehr, dass wir es heute um ein kleines, weiteres Kapitel fortschreiben können. Schön, dass Sie alle da sind.“

Seit 2014 absolviert „Jacka“ eine Ausbildung in der Sportfördergruppe der Bundespolizei in Bad Endorf. Im August ist sie fertig. Seit April ist die Brachbacherin auch wieder voll in die Vorbereitung auf die neue Wintersaison eingestiegen, schreibt sie: „Ich habe schon ein Trainingslager absolviert und bis jetzt läuft alles nach Plan.“

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Geimer

Altenkirchen Betzdorf
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