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Mittelrhein

Engagement im Mittelrheintal und der Wachau: Brücke von Welterbe zu Welterbe

Zwölf junge Erwachsene engagieren sich im Sommer 14 Tage lang gemeinsam mit Freiwilligen aus aller Welt und Einheimischen für die Pflege der Kulturlandschaft in der Wachau und im Mittelrheintal – je eine Woche in jeder der beiden Welterbestätten. Ihre Eindrücke werden sie filmisch festhalten und veröffentlichen. Gefördert durch das europäische Förderprogramm Leader wird damit die erfolgreiche Vernetzung der beiden Regionen in Österreich und Deutschland fortgesetzt.

Seit mehreren Jahren koordiniert der Welterbe-Zweckverband die Workcamps zur Landschafts- und Denkmalpflege. Im Sommer starten der Mittelrhein und die Wachau ein gemeinsames Projekt. Foto: Zweckverband

Zwischen den Welterbe-Kulturlandschaften Wachau und Oberes Mittelrheintal besteht seit über zehn Jahren ein intensiver Austausch in den Bereichen Regionalentwicklung und Welterbemanagement. Ein weiterer Meilenstein der Zusammenarbeit ist das internationale Leader-Kooperationsprojekt „Welterbe-Volunteers Wachau-Mittelrhein“. Dabei werden in den nächsten drei Jahren jugendliche Freiwillige aus aller Welt eingeladen, sich an der Pflege und Erhaltung der beiden Kulturlandschaften zu beteiligen. Ein Camp dauert 14 Tage und findet je eine Woche in der Wachau und im Oberen Mittelrheintal statt. Drei Plätze pro Camp sind für Jugendliche aus dem Mittelrheintal reserviert, drei weitere Plätze für junge Freiwillige aus der Wachau. Ermöglicht wird dies im Rahmen einer Förderung durch Leader, dem EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum.

Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal erfolgreich im Rahmen von sogenannten Workcamps in der Landschafts- und Denkmalpflege.

Nicht nur ein großer Erfahrungsschatz bei der Durchführung internationaler Freiwilligenprojekte liegt damit vor, sondern auch ein gutes Netzwerk in der Region an Partnern, die die Vorhaben unterstützen und begleiten, wie beispielsweise die Förderinitiative Natur- und Kulturlandschaft Loreley/Mittelrhein (FINK) oder die Mittelrhein-Riesling-Charta.

„Wir möchten den Austausch zwischen beiden Regionen stärken und junge Menschen aus dem Mittelrheintal für den Erhalt unserer Kulturlandschaft begeistern“, erläutert Zweckverbandsvorsteher Frank Puchtler (Landrat Rhein-Lahn) die Hintergründe des Projektes. Als Grundlage hat der Zweckverbandsvorsitzende daher bereits im Januar einen Zusammenarbeitsvertrag mit seinem Kollegen Andreas Nunzer von den Welterbegemeinden Wachau über die zukünftige Kooperation geschlossen. Gesucht werden drei junge Menschen ab einem Alter von 18 Jahren (unter Umständen auch ab 16), die in der Zeit zwischen dem 11. und 25. August 2018 Interesse an der Teilnahme am Projekt „Welterbe-Volunteers Wachau-Mittelrhein“ haben.

Die erste Woche verbringen die Teilnehmer in der Wachau, die zweite Woche im Mittelrheintal. Täglich finden für fünf bis sechs Stunden Arbeitseinsätze in der Landschafts- und Denkmalpflege statt. Die restliche Zeit kann genutzt werden, um die jeweilige Region kennenzulernen und sich mit den Teilnehmern aus Österreich und der ganzen Welt auszutauschen. Das Projekt wird durch die Teilnehmer selbst filmisch dokumentiert. Kosten für Reisen, Unterbringung, Verpflegung und Freizeitprogramm fallen für die Teilnehmer nicht an.

Interessierte können sich an den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal wenden: Nico Melchior, Tel. 06771/599.546; E-Mail: n.melchior@zv-welterbe.de

Bad Ems Lahnstein
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