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Lahnstein

Rhein in Flammen in Lahnstein: Regen pausiert für bunte Raketen zum Höhepunkt des Tages

13.08.2017, 13:00 Uhr

Am Ende lief es auch in Lahnstein, Braubach und Osterspai noch relativ gut für die Großveranstaltung Rhein in Flammen 2017. Der Dauerregen machte am Samstag für einige Stunden Pause und gönnte den Besuchern einen weitgehend trockenen Genuss der spektakulären Feuerwerke.

An der Lahnmündung wurde vor und nach dem bunten Spektakel am Himmel zu Musik aus den 90er-Jahren mit Captain Dance kräftig gefeiert. Nur während des Lichterspektakels, das über Stolzenfels und dem Lahnsteiner Hafenköpfchen gezündet wurde, legte die Livemusik eine Pause ein.

Dabei hatte es am späten Nachmittag und in den Abend hinein noch recht trübe ausgesehen. Zwar standen nicht nur die Livebühne und Verpflegungsstände, sondern auch DLRG, Polizei und Feuerwehr zur Sicherheit bereit. Doch aufgrund des Regens fanden sich zunächst kaum Besucher am Lahnsteiner Rheinufer ein.

Zur Musik der Megaband, die jede Menge Hits aus der Rock- und Popgeschichte präsentierte, tanzten nur eine Handvoll Unentwegte vor der Bühne. Die Band legte an diesem Abend jedoch zwei Auftritte hin: Lediglich eine halbe Stunde "Umzugszeit" lagen zwischen dem letzten Ton in Lahnstein bis zum ersten Song am Deutschen Eck in Koblenz.

Doch als am späteren Abend dann der Regen eine Pause einlegte, füllte sich das Rheinufer nach und nach. Wo normalerweise bei Rhein in Flammen schon viel früher die besten Plätze gesichert werden, stellten die Besucher jetzt ihre Stühle auf oder breiteten ihre Picknickdecken aus.

Ebenso füllte sich auch der Platz vor der Bühne zu den Hits der Coverband Captain Dance, und zahlreiche Füße tanzten den nassen Rasen schrittweise zur Schlammfläche durch. Kein Wunder: Denn mit Sänger Mr Boom und Sängerin Kitty Kat deckt die Formation die 90er-Hits von „Bombastic“ (Shaggy) bis „Baby One More Time“ (Britney Spears) fast lückenlos ab.

In rotes Licht getaucht leuchtete derweil bereits Schloss Stolzenfels auf der anderen Rheinseite in Erwartung der vielen Passagierschiffe, die zu Rhein in Flammen von Boppard bis zum Deutschen Eck fast 20 Kilometer an romantischen Weinorten, Burgen und Schlössern vorbei in zwei Reihen den Rhein hinunterfahren und auf beiden Ufern sehen, wie bunte Raketen in den Himmel schießen. Dass die Wartezeit den Gästen in Lahnstein nicht zu lang wurde, war mit Captian Dance gewährleistet.

Als dann die leuchtenden Fontänen über Stolzenfels und vom Lahnsteiner Hafen aus gezündet wurden, während die Schiffe vorbeizogen, setzte kurzzeitig zwar wieder leichter Nieselregen ein, der aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Die Besucherzahl dürfte zwar wegen des schlechten Wetters erheblich geringer gewesen sein als in den Vorjahren. Aber trotzdem war Rhein in Flammen für die Besucher wieder ein tolles Erlebnis.

Am Mittelrhein glühte an vielen Orten der Grill: In Braubach wurde am Rheinufer mit der Coverband Ohne Filter gefeiert, während das Feuerwerk über der Marksburg abbrannte. In Osterspai war zum Lichterfest an der Florianshütte eingeladen und in Filsen traf man sich zum „Schiff'sche-Gucke“.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Bad Ems Lahnstein
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