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Remagen/Nieder-Olm

Nach brutalen Überfällen: Zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt

Der bereits dritte Mainzer Prozess um brutale Überfälle auf Privathäuser in Nieder-Olm und Remagen ist am Mittwoch mit einem Urteil zu Ende gegangen.

Symbolbild.
dpa

Das Landgericht Mainz verrechnete am Mittwoch ein vorangegangenes Urteil aus Bonn wegen einer ähnlichen Tat und verhängte gegen den 29 Jahre alten Angeklagten insgesamt zehneinhalb Jahre wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes. In Bonn war der Mann im Herbst 2017 zu achteinhalb Jahren verurteilt worden.

Der Anwalt des geständigen Angeklagten hatte auf die wirtschaftliche Not seines Mandanten verwiesen. Er forderte maximal zehn Jahre für die zwei nun verhandelten sowie den in Bonn abgeurteilten Überfall. Die Staatsanwaltschaft sprach von einer hohen kriminellen Energie und professionellen Vorgehensweise der vierköpfigen Tätergruppe, zu der der Angeklagte gezählt haben soll. Ihre Überfälle hätten schwere psychische Folgen für die Opfer gehabt. Die Anklage sprach sich für insgesamt 14 Jahre aus.

In Mainz ging es um zwei Einbrüche vom September 2015, bei denen die Bande insgesamt mehr als 100.000 Euro erbeutet haben soll. In einem Fall fesselten sie einen Mann mit zerrissenen Laken, in dem anderen eine Frau mit Kabelbinder und Kabel und schlugen sie. Zwei Mittäter waren bereits in Mainz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der nun angeklagte 29-Jährige war im vergangenen Sommer von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert worden. Nach Überzeugung des Gerichts war er es, der dem Opfer aus Nieder-Olm einen Schraubenzieher an den Hals hielt und ihm mit den Worten „Leise, sonst tot“ drohte.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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