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Rhein-Lahn

Flucht ins Jammertal: Verirrtes Rind muss Jäger nicht fürchten

11.08.2017, 13:19 Uhr

Im Fall des Rinds, das im Jammertal gesichtet wurde und das nach einem 20 Meter tiefen Sturz kurz benommen liegen blieb, dann aber im Wald verschwand, hat sich nun der Kreisjagdmeister zu Wort gemeldet. Rüdiger Klotz bestätigte, was die Polizeiinspektion Bad Ems bereits gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte: „Ein Jäger darf sich ohne besondere Genehmigung gar nicht um die Kuh kümmern.“

Dieses Rind ist am 6. August im Jammertal abgestürzt. Foto: privat

Die Polizei war am vergangenen Wochenende von einer Spaziergängerin über das freilaufende und möglicherweise verletzte Rind informiert worden. Die Beamten hatten versucht, den Jagdausübungsberechtigten zu erreichen. Der sei zwar nicht für Kühe zuständig, wisse jedoch eventuell, wem das Tier gehöre, so die Polizei gegenüber unserer Zeitung. Klotz ergänzte nun außerdem: „Ein Schuss wäre eine unzulässige Nutzung der Schusswaffe. Zuständig ist die Polizei oder dann das Ordnungsamt, um dem zuständigen Jäger den Schusswaffengebrauch zu erlauben.“

Das Rind blieb nach seinem 20 Meter tiefen Sturz nur kurz liegen, rappelte sich dann wieder auf und verschwand im Jammertal. Foto: Antje Schranz

Die Kuh oder der Ochse hat jedoch vorerst nichts zu befürchten: In erster Linie geht es allen Beteiligten zunächst darum, den Verbleib des Tieres zu eruieren, den Besitzer ausfindig zu machen und das Tier, so es noch durch den Wald irrt, wieder in den heimischen Stall oder auf die gewohnte Weide zurückzubringen. das

Diez
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