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Neuwied

Brand in Neuwied: Mysteriöse Luftwerte bringen Feuerwehr um die Nachtruhe

„Eigentlich“, erzählt Feuerwehr-Pressesprecher Oliver Wiest, „dachten wir, dass wir um Mitternacht wieder im Bett liegen“. Denn als er und seine Kameraden von der Innenstadtwache und aus Niederbieber am Montag gegen 23.20 Uhr zu einem Brand in der Heddesdorfer Peter-Siemeister-Straße gerufen werden, finden sie nur ein wirklich kleines Feuer. Doch es kommt anders.

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„Eine Fläche von zehn mal zehn Zentimetern stand in einer der Dachgeschosswohnungen in Flammen“, schätzt Wiest. Kein Problem. Das ist schnell gelöscht. Als die Feuerwehrleute dann jedoch vor dem Abrücken noch routinemäßig die Luftwerte kontrollieren, fällt ihnen eine deutlich zu hohe Kohlenmonoxidkonzentration auf. Sie alarmieren den Messtrupp nach, der noch einmal alles abgeht, aber auch zu keinem anderen Ergebnis kommt. Die Ursache: vorerst nicht feststellbar.

So bleibt den ehrenamtlichen Helfern nur, von den Stadtwerken das Gas abstellen zu lassen und kräftig mit dem Überdrucklüfter durchzupusten. Bis sicher alles aus dem Haus ist, dauert es jedoch „das ein oder andere Stündchen“, wie Wiest es ausdrückt. Denn weil sich Schadstoffwerte nur langsam wieder aufbauen, müssen die Feuerwehrleute mit den neuen Messungen immer ein wenig warten und dann erneut lüften. So können die Bewohner des Sechs-Parteien-Hauses letztlich erst gegen 2.30 Uhr wieder gefahrlos in ihre Wohnungen gehen – und die Helfer abrücken.

Der Schaden durch den Brand hält sich sehr in Grenzen. Laut Polizeischätzung beläuft er sich auf 700 Euro. Wie die Neuwieder Kripo auf RZ-Nachfrage mitteilt, hat sie keine Anzeichen für eine vorsätzliche Brandstiftung gefunden. Woher der hohe Kohlenmonoxidgehalt kam, bleibt offen. Am Dienstag waren die Werte normal.

ulf

Neuwied Linz
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