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Westerwaldkreis/Limburg

Moderne Kommunikation: Die neue Internetseite des Bistums Limburg im Check

Das Bistum Limburg hat seinen Auftritt im Netz umgestaltet. Vor wenigen Tagen wurde die neue Internetseite scharf geschaltet. Zwei Jahre hat das Relaunchteam daran gearbeitet, den Nutzern aus der Diözese passgenauer und optisch ansprechender Inhalte liefern zu können. Die Nachfrage der Nutzer ist nämlich durchaus gegeben. Rund 500.000 echte Klicks verzeichnete die Seite 2017. Doch ist der neue Auftritt tatsächlich ein Perspektivwechsel, wie das Bistum betont? Wir haben ihn uns angeschaut.

Moderner und übersichtlicher: Seit Ende Januar präsentiert sich das Bistum Limburg neu im Netz. Zwei Jahre wurde am Relaunch des Internetauftritts gebastelt.
Markus Eschenauer

1 Erster Eindruck: Optisch macht der Internetauftritt einen aufgeräumten und übersichtlichen Eindruck. Die großen Bilder am Kopf der Seite sind ein echter Hingucker und füllen nahezu den gesamten Startbildschirm aus. Beim Herunterscrollen präsentieren sich dann die weiteren Inhalte und Artikel – immer mit Foto und einem kurzen Teasertext.

2 Navigation: Bei der innovativen Konzeption der neuen Internetseite hat das Bistum komplett auf eine klassische Menüstruktur verzichtet. Als Nutzer muss man sich erst einmal daran gewöhnen, nicht auf Themenbereiche wie die eigene Pfarrei, Videos oder auch den gewohnten Punkt „Aktuelles“ klicken zu können. Die Inhalte werden lediglich als Übersicht auf der Startseite präsentiert. Orientierung bietet dem Besucher dabei neben dem kurzen Vorspann auch ein Schlagwort, das bei jedem Artikel das Thema benennt. Am linken Rand verweist ein Ausklappmenü auf „passende“ und „neueste“ Artikel. Wichtiges Werkzeug für Nutzer ist die Suchfunktion am Kopf der Seite, über die der Nutzer die Möglichkeit hat, weitere für ihn relevante Inhalte zu finden. Ein Plus ist dabei die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse, die in „Beiträge“, „Kategorien & Plattformen“, „Termine“ sowie „Kontakte“ unterteilt sind.

Hier geht es zur Internetseite des https://www.bistumlimburg.de

3 Inhalte: Die Inhalte und Themen sind bunt gemischt und bilden im Grunde das komplette Leben innerhalb des Kirchenbezirks ab. „Wir versuchen, die Leute zu überraschen“, erklärt Stephan Schnelle, Sprecher des Bistums. So finden sich Terminankündigungen ebenso wie Nachrichten, Veranstaltungsberichte oder Porträts. „Das neue Portal hat das Ziel, unseren Nutzern Inhalte anzubieten, die auf sie zugeschnitten und für sie relevant sind“, wird das Relaunchteam in einer Pressemitteilung des Bistums zitiert. Bei der Konzeption des neuen Internetauftrittes wurde das Verhalten der Nutzer ausgewertet und die Inhalte dementsprechend ausgewählt. Jetzt gilt es, das Konstrukt weiter mit Leben zu füllen.

4 Vernetzung: Zeitgleich mit dem Bistumsportal sind etwa 250 weitere Internetauftritte in der Diözese online gegangen. Beispiele sind die Pfarrei St. Martin Bad Ems/Nassau (www.st-martin-ems-nassau.bistumlimburg.de), die Seite für den Pastoralen Raum Diez (www.kath-diez.de) oder Liebfrauen Westerburg (www.liebfrauen-westerburg.bistumlimburg.de/).

Die Internetauftritte sind nicht nur optisch aufeinander abgepasst, sondern auch technisch miteinander verbunden. Denn im Hintergrund steht nur noch ein Redaktionssystem für alle. Zahlreiche Mitarbeiter seien bereits geschult worden. Dies mache es laut Bistum einfach, Inhalte auch für andere Netzwerke zur Verfügung zu stellen. So findet eine Vernetzung statt, ohne dass es einen Menüpunkt gibt, auf den der Nutzer klicken muss.

5 Kommunikation: Das Bistum setzt noch stärker als bisher auf den Austausch mit den Nutzern. So findet sich unter jedem Beitrag die Möglichkeit, diesen direkt zu kommentieren oder via Social Media weiterzuempfehlen. Hinzu kommen die bistumseigenen Accounts in den sozialen Netzwerken, über die Nutzer ebenfalls Kontakt aufnehmen können. „Wir antworten auch“, betont Schnelle mit Blick auf die rund 5700 „Gefällt mir“-Angaben. Das sei vor ein paar Jahren für Kirche noch nicht denkbar gewesen.

Das ist sie: die „legendäre“ Badewanne.
Markus Eschenauer

6 Transparenz: Das Bistum hat nach eigenen Aussagen die Kommunikationsstrategie völlig neu ausgerichtet. Dafür spricht eine mit viel Sinn für Humor geschaltete Anzeige bei Google. Denn wird dort „Bistum Limburg“ eingegeben, erscheint gegebenenfalls der Zusatz „Bistum Limburg? Ja, die mit der Badewanne“. „Wir wollen damit auch zeigen, dass wir uns nicht so ernst nehmen“, sagte der Bistumssprecher dem Evangelischen Pressedienst und ergänzt: Ziel sei es, mehr Menschen auf den neu gestalteten Internetauftritt des Bistums aufmerksam zu machen. Ob weitere witzige Zusätze geschaltet werden, stehe noch nicht fest, so Schnelle.

7 Technisches: Als der vorhergehende Webauftritt konzipiert wurde, ist mobiles Internet laut Schnelle noch kein Thema gewesen. Die neue Seite hat ein responsives Design, das bedeutet, dass sie auf allen Geräten (Mobiltelefon, Tablet etc.) automatisch ordentlich angezeigt wird.

8 Fazit: Mit dem neuen Internetauftritt präsentiert sich das Bistum optisch ansprechender und moderner. Die Inhalte sind übersichtlich auf einer Seite dargestellt. Ein fehlendes Auswahlmenü wird vor allem durch eine gute Suchfunktion ausgeglichen. Es wäre eventuell schön, beispielsweise Videos in einer Übersicht anzuschauen, allerdings werden aktuelle Specials sicherlich auch stets auf der Startseite zu finden sein.

Grundsätzlich gilt: Die Seite macht Spaß anzuschauen, jetzt gilt es für das Bistumsteam, diese weiterhin mit relevanten und spannenden Inhalten zu füllen – und die Nutzer zu überraschen. Der Perspektivwechsel ist durchaus gelungen.

Markus Eschenauer

Rund 400 Vorschläge für "Gebt der Zukunft einen Namen"

Bis Ende Januar konnten Menschen bei der Aktion „Gebt der Zukunft einen Namen“ mitmachen und Vorschläge einreichen, wie der Prozess der Kirchenentwicklung im Bistum Limburg benannt werden soll. „Es geht darum, dass wir ein gemeinsames Verständnis entwickeln, was Kirchenentwicklung für uns ist und worum es uns im Kern dabei geht“, schrieb der Bischof in seiner Einladung, sich zu beteiligen. Auf einer eigens eingerichteten Internetseite sind die einzelnen Vorschläge inklusive kurzer Erklärungen gesammelt.

Als „Erfolg“ bezeichnet Bistumssprecher Stephan Schnelle die Resonanz. Eine Auswahlkommission hat die Vorschläge bereits ausgewertet. Das Ergebnis verkündet der Bischof in seinem Fastenhirtenbrief. Vorschläge unter www.ku-rz.de/zukunftbistum

Montabaur Hachenburg
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