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Ludwigshafen

BASF-Betriebsrat: Mehr Azubis nötig

Angesichts einer bevorstehenden Ruhestandswelle im BASF-Werk Ludwigshafen hat Betriebsratschef Sinischa Horvat die Einstellung von mehr Auszubildenden gefordert. Horvat wies am Freitag darauf hin, dass in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge ausscheiden.

BASF
Bunte Fahnen mit der Aufschrift «BASF» wehen im Wind. Foto: Uwe Anspach/Archiv
dpa

Laut BASF betrifft das zwischen 2020 und 2030 durchschnittlich rund 1000 Mitarbeiter pro Jahr, kürzlich waren es noch unter 100. Bis 2030 wird rund die Hälfte aller Produktionsmitarbeiter am Standort in den Ruhestand gehen. Darüber hatte zuerst die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ berichtet.

„Die Plätze müssen befüllt werden“, sagte Horvat. „Ein Kanal sind die Auszubildenden.“ Auch Mitarbeiter vom externen Arbeitsmarkt kämen in Frage. Er wies zudem eine frühere Einschätzung von Arbeitsdirektor Michael Heinz zurück, dass wegen der Digitalisierung bis zu 50 Prozent der freiwerdenden Stellen nicht mehr besetzt werden müssten.

Eine BASF-Sprecherin sagte, die Ausbildung des Chemieunternehmens orientiere sich immer am Bedarf, auch weil man den Auszubildenden eine Perspektive bieten wolle. Die Kalkulation erfolge jedes Jahr aufs Neue.

Zur Digitalisierung erklärte sie, diese werde zu mehr Effizienz führen. Man könne die Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze aber nicht konkret beziffern und arbeite deshalb mit Szenarien. „Ein Szenario ist, dass wir bis zu 50 Prozent der altersbedingten Abgänge am Standort Ludwigshafen nicht nachbesetzen werden.“ Zugleich entstünden aber neue Berufsbilder, etwa Datenwissenschaftler oder Mathematiker. Außerdem sei beabsichtigt, mit der Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit des Werks zu stärken. dpa

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