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Berlin/Mainz

Internationalen Tourismus-Börse in Berlin: Wissing will Tourismus stärken

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will das touristische Profil des Landes schärfen und so mehr Besucher an Rhein und Mosel locken. „Das Land hat Besonderheiten, die Stärke und Schwäche zugleich sind: Kein anderes Bundesland hat solch einen Strauß an Vielfalt“, sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP). „Das Ziel ist, die Vielfalt zu erhalten, aber erkennbarer zu sein.“

Im neuen Jahr soll auch im Tourismus – hier der Blick vom Rheingrafenstein auf Bad Münster am Stein-Ebernburg – alles besser werden: Die Naheland-Touristik rechnet dann nach zwei Jahren mit sinkenden Gäste- und Übernachtungszahlen wieder mit Tendenz nach oben. Archivfoto: Benjamin Stöß

Mit einer einheitlichen und klaren Kommunikationsstrategie könne Rheinland-Pfalz noch mehr Besucher anziehen. Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, die am Mittwoch losgeht, präsentiert sich auch Rheinland-Pfalz wieder – nach Ansicht von Wissing modern: „Unsere Genusskultur und Lebensart werden erkennbar.“

Die Zahl der Touristen wuchs in Rheinland-Pfalz 2017 zwar im fünften Jahr in Folge, allerdings stiegen die Übernachtungszahlen nicht so stark. Im Vergleich mit anderen Ländern liegt Rheinland-Pfalz eher hinten: Beim Wachstum kam das Land zwischen 2005 und 2016 mit rund 21 Prozent auf den letzten Platz nach Thüringen – im Schnitt war das Plus deutschlandweit doppelt so hoch.

Mehr Geld für die Marketingorganisation Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH ist nach Ansicht des Ministers nicht die Lösung: „Zu glauben, wenn man mehr Geld auf den Tisch legt, kommen mehr Gäste – die Rechnung ist zu einfach.“ Die Marketingorganisation bekam im vergangenen Jahr 2,87 Millionen Euro Zuschüsse aus Landesmitteln. Im Jahr 2010 waren es noch weit mehr als drei Millionen Euro.

Die CDU-Landtagsfraktion verlangte mehr Unterstützung. CDU-Fraktionsvize Alexander Licht verwies dabei auf die schwache Wachstumsbilanz. „Gerade die Entwicklung im Tourismusgeschäft hat sehr viel mit der dazugehörigen Infrastruktur, dem öffentlichen Angebot an Kultur und Ähnlichem zu tun.“ Dafür trage die Landesregierung die Verantwortung.

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