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Verdi will den Druck erhöhen: Keine Kitas, keine Busse – Warnstreikwelle im Land

Streiks in Rheinland-Pfalz beginnen: Kein Nahverkehr, geschlossene Kitas, eingeschränkter Schiffsverkehr auf der Lahn – zahlreiche Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben sich an Warnstreiks in Rheinland-Pfalz beteiligt. Auch am Freitag soll der Druck auf die Tarifverhandlungen anhalten.

In Koblenz nahmen nach Gewerkschaftsangaben etwa 500 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes an einer Verdi-Kundgebung teil. Hier traten beispielsweise Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes sowie der Stadtwerke in den Ausstand. Dadurch sei der Schiffsverkehr zeitweise eingeschränkt gewesen. Betroffen waren neben den großen Städten beispielsweise auch Zweibrücken und Pirmasens.

Etwa 1200 Mitarbeiter kamen in Kaiserslautern zu einer Kundgebung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Dort waren unter anderem Kliniken und Kitas sowie die Bundesagentur für Arbeit betroffen. In Trier fiel der Busverkehr weitgehend aus. Beschäftigte der Müllabfuhr streikten ebenso wie Mitarbeiter in den kommunalen Kindertagesstätten. Auch Beschäftigte der Stadtwerke legten ihre Arbeit nieder. „Obwohl die Warnstreiks deutliche Einschränkungen mit sich gebracht haben, haben viele Menschen Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten gezeigt“, sagte ein Sprecher von Verdi.

Die Arbeitnehmervertreter wollen mit den Warnstreiks Druck aufbauen für die womöglich entscheidende Tarifrunde am 15. und 16. April in Potsdam. Verdi fordert für die etwa 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber ein Plus von 200 Euro pro Monat. In Rheinland-Pfalz geht es um etwa 120 000 Tarifbeschäftigte von Kommunen.

Die Region Mainz, Nahe, Hunsrück soll am Freitag bestreikt werden. Die Stadt Mainz rechnet mit Verzögerungen bei der Müllentsorgung und in Kitas. Von den 53 städtischen Kitas sollen 33 geschlossen bleiben.

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