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Karlsruhe/Hunsrück

Steuerprozess gegen Mauss wird neu aufgerollt: Ein Ex-Agent, seine Millionen und viele Fragen

Anja Semmelroch

Es geht um Undercovermissionen, geheimnisumwitterte Auslandskonten und einen möglichen Schaden für den deutschen Fiskus in Millionenhöhe: Der Strafprozess gegen den legendären Ex-Agenten Werner Mauss wegen Steuerhinterziehung bot Einblicke in eine Welt, die man sonst nur aus Filmen kennt – jetzt muss er komplett neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Verurteilung des 78-Jährigen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung mit sämtlichen Feststellungen aufgehoben. Die Entscheidung weise in einem zentralen Punkt Widersprüche auf, sagte der Vorsitzende Richter Rolf Raum in Karlsruhe (Az.: 1 StR 347/18).

Das Landgericht Bochum muss den Fall Mauss nun vor einer anderen Wirtschaftsstrafkammer noch einmal von vorn verhandeln. Anklage wie Angeklagter hatten gegen das Urteil von Oktober 2017 Revision eingelegt – jeweils mit Erfolg. Die Staatsanwaltschaft will eine höhere Haftstrafe erreichen, ...

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