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Hachenburg

Hachenburger Nacht erlebt zwei deutsche Rekorde - TuS Hachenburg baut paralympische Nische weiter aus

Ren Weiss

Wenn eine ehemalige Weltmeisterin einem Athleten aus der Sportart, in der sie einmal zu den Besten zählte, einen Tipp gibt, dann lohnt es sich, diesem Ratschlag zu folgen. Solch einen Vorschlag hielt Steffi Nerius, Speerwurf-Weltmeisterin von 2009 und Olympia-Zweite von 2004, vor vier Jahren für Florian Reitz parat. Der paralympische Athlet aus Stockhausen-Illfurth, dem vom Geburt an der linke Unterarm fehlt, solle, um das Training in der Behindertensportabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen zu ergänzen, in der Heimat zusätzliche athletische Einheiten absolvieren. Reitz nahm Verbindung mit dem TuS Hachenburg auf, schloss sich der Werfergruppe der Westerwälder an und hatte damit Erfolg. Er wurde 2016 Fünfter bei der DM mit dem Speer, fährt im Juli erneut zur deutschen Meisterschaft nach Kienbaum und träumt von den Paralympics 2020. Gleichzeitig kamen die Hachenburger erstmals intensiver in Kontakt mit der paralympischen Leichtathletik. „Mit Florian hat bei uns alles angefangen, was sich bis heute erfolgreich weiterentwickelt hat“, sagt TuS-Abteilungsleiter Timo Candrix. Die Hachenburger haben eine Nische entdeckt und füllen dieses Faible für integrative Meetings erfolgreich mit Leben. Mindestens eines soll sich künftig im Jahreskalender des Vereins etablieren, in diesem Jahr werden es sogar zwei.

Beim ersten Teil spielte am Montagabend im Rahmen der Hachenburger Nacht das Wetter zwar überhaupt nicht mit, aber die Aktiven hatten keine Probleme damit, witterungsbedingte Leistungseinbußen in Kauf zu nehmen. Die mussten sie in den Sprints und den technischen Disziplinen, ...

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