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Idar-Oberstein

HSG Tiefenstein: Sieg gegen Spitzenreiter – und Trainer Florian Hübner verlässt den Verein am Saisonende

Eine starke Leistung bot die HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach in der Handball-Verbandsliga beim 28:25-Heimsieg über Spitzenreiter SK Prüm. Doch es steht auch fest, dass die HSG auf Trainersuche gehen muss. „Florian Hübner hat uns mitgeteilt, dass er ein Sabbatjahr einlegen und in der kommenden Saison nicht mehr unser Trainer sein möchte“, erklärte Achim Bolek der Leiter der HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach. Einen Nachfolger können die Tiefensteiner noch nicht präsentieren. „Wir sind noch auf der Suche“, sagt Bolek und seufzt: „Einen Trainer zu finden, wird jedes Mal schwieriger.“ Auch Ralf Korb, der die Mannschaft derzeit von außen betreut und Hübner unterstützt, wurde gefragt. „Wir haben mit ihm gesprochen, aber tendenziell wird er den Job nicht übernehmen. Er will nur bis zum Ende der Runde aushelfen“, meint Bolek.

Trainer Florian Hübner (links) wird die HSG Tiefenstein/Algenrodt/siesbach am Saisonende verlassen. Foto: Joachim Hähn

Gegen den SK Prüm rehabilitierten sich die Tiefensteiner komplett für die disziplinlose Vorstellung eine Woche zuvor gegen die HSG Saarburg/Konz. Florian Hübner spielte diesmal nicht selbst, sondern leitete seine Mannschaft von außen an. Die Tiefensteiner übernahmen von Beginn an die Führung und gerieten auch bis zum Ende nie in Rückstand. Gut 20 Minuten lang zog Prüm immer nach, doch dann schaffte es die HSG, sich vor der Pause einen Vorsprung zu erarbeiten. Mit einem 14:10 wurden die Seiten gewechselt. Diese Vier-Tore-Führung bauten die Tiefensteiner durch Nachwuchsmann Paulin Meigen und Jonathan Schäfers Siebenmetertreffer auf 16:10 aus. Diesen Sechs-Tore-Vorsprung verteidigten die Stadener bis zum 20:14 (40.).

Danach startete der Spitzenreiter seine Aufholjagd und Abteilungsleiter Bolek schwante zehn Minuten vor Schluss nichts Gutes, als Prüm das 23:23 gelang (50.) und HSG-Torjäger Martin Klünder in Manndeckung genommen wurde. „Ich war mir sicher, dass die Partie noch kippt“, gibt Bolek zu. Doch zu seiner Freude wurde er eines Besseren belehrt. „Die Mannschaft ist ruhig geblieben und hat sehr diszipliniert weitergespielt“, erklärte er. Und das Team überstand die gefährliche Phase. In den letzten fünf Minuten ließen die Tiefensteiner kein Gegentor mehr zu und Martin Schelper, Klünder und Jan-Christian Ries machten aus einem 25:25 den 28:25-Sieg. „Die Mannschaft hat diesmal wirklich sehr gut gespielt“, lobte Bolek den HSG-Auftritt.

Für einen Wermutstropfen im Tiefensteiner Freudenbecher sorgte allerdings eine Außenbandverletzung im Knie von Jonathan Schäfer. Sascha Nicolay

HSG Tiefenstein: Rickes, Münster – Bamberger (1 Tor), Zühlsdorf (2 Tore), Meigen (2), Wagner (1), Rogoll, Klünder (11/6), Bunn (1), Schelper (2), Schäfer (4/1), Ries (3), Casper (1).

Handball (LJD)
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