++ 00:35 Spahn will Abstimmung zu UN-Migrationspakt auf CDU-Parteitag
Aus unserem Archiv
Bendorf

Murat Sayim: Die A-Klasse ist die stärkste seit langer Zeit

Der 45 Jahre alte Murat Sayim geht in seine dritte Saison als Trainer der Spvgg Bendorf in der Fußball-Kreisliga A Koblenz. Es wird auch wahrscheinlich seine letzte Saison als Bendorfer Trainer sein. Denn die Vereine Spvgg Bendorf und SV Sayn beabsichtigen in der nächsten Saison einen neuen Verein, die SG Bendorf/Sayn, zu gründen – und wie es dann weitergeht, unter anderem mit der Trainerfrage, ist noch nicht geklärt. Zunächst steht jedoch die aktuelle Saison und vor allem an diesem Sonntag (14.30 Uhr) das Derby gegen den SV Weitersburg auf dem Plan.

Attraktiven Fußball spielen wollte Trainer Murat Sayim mit seiner Spvgg Bendorf – nach schwachem Saisonbeginn heißt es nun aber erst einmal: Kampf um den Klassenverbleib. Foto: Wolfgang Heil

Spiele gegen Weitersburg sind immer etwas Besonderes. Am Sonntag geht es für beide Mannschaften zunächst um wichtige Punkte, denn beide sind schwach in die Saison gestartet. Wie sehen Sie das, Herr Sayim?

Beide hatten sich den Start in die Saison sicher anders vorgestellt. Wir haben drei Punkte auf dem Konto, Weitersburg gar nur einen. Es geht erstmal darum, sich aus der hinteren Region zu entfernen. Was gar nicht so einfach ist. Ich denke die diesjährige A-Klasse ist die stärkste seit langer Zeit.

Da gerät ihr Vorhaben, in dieser Saison attraktiven Fußball zu spielen, in den Hintergrund, oder?

Das ist so. Ich hatte schon ein anderes Ziel ausgegeben. Aber jetzt müssen wir uns halt nach wenigen Spieltagen neue Ziele setzen.

Als sie vor drei Jahren in Bendorf angefangen haben, wollten sie den Bendorfer Fußball stabilisieren und entwickeln. Ist dieses Vorhaben gelungen?

Die Frage kann ich eindeutig mit ja beantworten. Die Kooperation im Jugendbereich zwischen Bendorf und Sayn hat sich sofort bewährt. Wir haben alle Jugendmannschaften besetzt, viele sogar mehrfach. Wir sind da auf einem guten Weg.

Jetzt soll der nächste Schritt folgen. Bendorf und Sayn wollen auch im Seniorenbereich zusammengehen und den neuen Verein SG Bendorf/Sayn gründen. Wie ist der Stand?

So ist es geplant. Ab der kommenden Saison soll es die neue SG Bendorf/Sayn geben. Es gibt einen neuen jungen Vorstand mit tollen engagierten Leuten. Im Bendorfer Fußball tut sich etwas.

Aber zunächst müssen die Hausaufgaben gemacht werden, und da steht der Klassenverbleib im Vordergrund. Woran liegt es dass sich Ihre Mannschaft so schwer tut?

Wir haben auf der Torhüterposition massive Probleme. Weil uns Michel Fechtner trotz Zusage verlassen hat und wir keinen adäquaten Ersatz in der kurzen Zeit gefunden haben. Wir wollen versuchen, spätestens zur Winterpause hier nachzubessern. Wir sind im Spiel mehr damit beschäftigt, Torschüsse auf unser Tor zu verhindern, als sich um ein konstruktives Spiel zu kümmern.

Die Spvgg hat allerdings nicht nur den Torwart verloren, sondern mit Lucas Zöller auch einen jungen hoffnungsvollen Stürmer, der zum Konkurrenten nach Höhr-Grenzhausen wechselte.

Es kommt ja noch hinzu, dass Lucas der Sohn unseres Vorsitzenden Stefan Zöller ist. Dass Lucas uns verlassen hat, ist ein großer Verlust, den ich sehr bedauere. Er ist ein Spieler, der polarisierte, aber ich habe ihn immer unterstützt und war stolz auf ihn. Andere haben ihn kritischer betrachtet. Zu was Lucas in der Lage ist, haben wir schmerzlich erlebt, als er bei unserem Gastspiel in Höhr-Grenzhausen alle drei Tore für den Gegner erzielte.

Dafür haben Sie Dennis Simmat wieder reaktiviert.

Dennis hatte nach seinem Kreuzbandriss aufgehört und die A-Jugend trainiert. Wir sind froh, dass er uns wieder zur Verfügung steht. Dennis ist ein Aktivposten in der Mannschaft.

Am Sonntag steht das Derby gegen Weitersburg an. Ist das ein Spiel wie jedes andere auch?

Auf keinen Fall. Spiele gegen Weitersburg sind immer etwas Besonderes. Vor dieser Partie ist die Stimmung im Training schon eine andere. Wir freuen uns alle auf das Spiel, Siege gegen Weitersburg sind schon besonders. Motivieren brauche ich die Spieler nicht, jeder ist heiß auf diese Begegnung.

Das Gespräch führte

Wilfried Zils

Fußball-Kreisligen Koblenz
Meistgelesene Artikel
Suche >