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Rhein-Lahn

Nieverns Meister-Trainer Murat Saricicek duldet keinen Schlendrian – In Birlenbach geht's schon im Kaderplätze

Stefan Nink

Am Donnerstagabend wird die Tabelle der Fußball-Kreisliga A endlich begradigt. Mit dem Abpfiff der Partie zwischen der SG Birlenbach/Balduinstein und der SG Nievern/Fachbach durch Schiedsrichter-Talent Leon Lotz aus Nentershausen haben sämtliche 16 Mannschaften des aufgeblähten Oberhauses 27 Partien ausgetragen – und die Rangliste hat drei Spieltage vor Abschluss dieser strapaziösen Saison endlich wieder volle Aussagekraft.

Satt nach der Meisterschaft? Mitnichten! Murat Saricicek gibt neue Ziele aus für seine SG Nievern/Fachbach. Foto: Marco Rosbach

Die Ausgangslage vor dem mutmaßlich letzten Nachholspiel der Saison ist klar: Die SG Nievern/ Fachbach hat als Meister längst das Bezirksliga-Ticket gebongt. Der gastgebende Absteiger SG Birlenbach/Balduinstein hingegen ist mit 30 Zählern noch längst nicht auf der sicheren Seite, zumal im Extremfall am Saisonende vier Mannschaften runter in die B-Klasse müssen. Dies hängt maßgeblich davon ab, ob tatsächlich sämtliche der drei Kreisvertreter in die A-Klasse absteigen und ob die neue SG Nievern/Fachbach/Arzbach mit ihrer zweiten Mannschaft den ihr zustehenden Platz in der A-Klasse auch letztlich in Anspruch nimmt. Eine Entscheidung darüber ist dem Vernehmen nach noch nicht gefallen, Näheres soll in der kommenden Woche bei einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände der an der neuen SG beteiligten Vereine geklärt werden.

Wie dem auch sei: Bei der ersten Welle von der Früchter Straße ist nicht davon auszugehen, dass Timo Hoffmeyer, Jonas Simek und Co. die Runde nur noch so austrudeln lassen. „Wir haben gesprochen und uns neue Ziele gesetzt“, ist Erfolgstrainer Murat Saricicek ehrgeizig genug, um keinen Schlendrian bei seinen Schützlingen zu dulden. Konkret gesprochen: „Wir wollen ungeschlagen durch die Punktrunde kommen und auch den Kreispokal gewinnen“, hat Saricicek neue Reize gesetzt und warnt vor Nachlässigkeiten in der letzten Phase der bisher so überzeugenden Spielzeit. „Ich schaue ganz genau hin, musste bisher aber nicht eingreifen, da die Jungs ebenfalls sehr erfolgshungrig sind.“

Will heißen: Geschenke haben die abstiegsbedrohten Birlenbacher und Balduinsteiner wohl keine zu erwarten. Saricicek weiß aber, dass es nicht die Art der SG Birlenbach ist, den Gegner über Gebühr zu schonen. „Sie sind unter dem neuen Trainer im Aufwind. Da ist es aber schon immer schwer gewesen. Sie brauchen unbedingt Punkte und werden auch gegen uns um ihre Chance kämpfen. Unseren Leuten muss schon vorher klar sein, was sie erwartet. Wir müssen in Birlenbach über bedingungslosen Kampf zum Spiel finden, um am Ende auch als Sieger vom Platz zu gehen.“ Bei den Grün-Weißen geht es nicht nur um die Saisonpunkte 73 bis 75, sondern außerdem auch um einen der begehrten Plätze im üppigen Kader der künftigen Bezirksliga-Mannschaft, in den laut Saricicek neben den feststehenden externen Neuzugängen Darius Werner (VfL Bad Ems) und Tobias Schmidt (TuS Singhofen) auch bis zu neun Arzbacher Kicker zu integrieren sind. Bei diesem „Schaulaufen“ kann sich kein Kandidat Schwächen erlauben, da ist Vollgas gefragt...

Von unserem Redakteur Stefan Nink

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