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Kirn

Spannung kommt nur kurz auf: Klarer Derbysieg für die Kirnerinnen

Tina Paare

Als die Handballerinnen des SSV Meisenheim nach der Pause zurück aufs Feld kamen, wirkten sie deutlich entschlossener, machten mehr Druck, und schon lief es im Angriff. Drei Tore erzielten die Meisenheimerinnen innerhalb von zwei Minuten, während die TuS Kirn nur einmal traf und ihr Vorsprung in der heimischen Kyrau-Halle auf zwei Treffer dahinschmolz (12:14/35.).

Hiergeblieben: Mit vereinten Kräften versuchen die Kirnerinnen Carolin Beyer (links) und Maike Regitz, Antonia Kurz vom SSV Meisenheim aufzuhalten. Nina Westenberger (rechts) beobachtet die Szene. Foto: Manfred Greber

Im Rheinhessenliga-Derby kam Spannung auf. Doch ebenso schnell, wie der Höhenflug des SSV begonnen hatte, endete er wieder. So wurden die Kirnerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht, feierten einen letztlich souveränen 30:21 (13:9)-Erfolg.

Luca Hochstetter hatte sich vom guten Auftritt zu Beginn der zweiten Hälfte mehr versprochen. „Ich habe in der Pause gesagt, vier Tore im Handball sind nichts, und wir waren ja auf zwei Toren dran“, erklärte der SSV-Trainer. Bis zum 15:17 (43.) blieb sein Team den Gastgeberinnen hartnäckig auf den Fersen, ehe eine Zwei-Minuten-Strafe für Carolin Hahn die Gäste aus dem Rhythmus brachte. Die TuS nutzte die Überzahl, um mit vier Treffern in Serie auf 21:15 zu enteilen. Zwar nahm Hochstetter umgehend eine Auszeit, doch die Kirnerinnen ließen sich nicht mehr aufhalten. Vier Minuten später hatten sie ihre Führung auf 24:16 ausgebaut, in der 55. Minute betrug die Differenz bereits zehn Tore.

„Ich bin zufrieden, wie wir die Aufgabe gelöst haben“, sagte TuS-Trainer Dejan Dobardzijev. Er ergänzte: „Es gab Zeiten, in denen wir es nicht so gut gemacht haben, und dann wieder Phasen, die perfekt waren.“ Missfallen hatten ihm die zehn, zwölf Minuten nach Wiederbeginn, als sich sein Kollektiv einige Fehler leistete und sich in Einzelaktionen verrannte. „Als wir wieder zusammengespielt haben, hat es super geklappt“, lobte Dobardzijev. Wie schon in der ersten Hälfte. Angeführt von der bestens aufgelegten und treffsicheren Marie Rothenberger machten die Gastgeberinnen einen 0:2-Rückstand wett und setzten sich mit einem 6:0-Lauf auf 9:3 ab.

Die Meisenheimerinnen hätten die Startphase enger gestalten können, hätten sie in der ersten Viertelstunde nicht drei Siebenmeter vergeben: Carolin Hahn scheiterte an ihrer Namensvetterin Lena Hahn im TuS-Kasten, und auch Helena Wapelhorst (einmal übers Tor, einmal Pfosten) blieb bei zwei Versuchen glücklos. Bitter: Kurz vor der Pause war die Partie für Helena Wapelhorst zu Ende. „Sie hat sich am Sprunggelenk verletzt und muss zum Röntgen ins Krankenhaus. Das ist bitter für sie, aber auch für uns. Noch eine Langzeitverletzte brauchen wir nicht“, sagte Hochstetter.

Die Siebenmeter-Schwäche war nicht das einzige Manko des SSV. „Unser Genickbruch waren die technischen Fehler. Wir haben gefühlt 20, 30 Bälle weggeworfen“, monierte der SSV-Coach. Gelegenheiten, die sich die flinken Kirnerinnen nicht entgehen ließen.

Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

TuS Kirn - SSV Meisenheim 30:21 (13:9)

TuS Kirn: Hahn/Baesler – Rothenberger (11), Holzhauser (8/5), Regitz (4), Becker (3), C. Beyer (2), Alt (1), Brase (1), Butz.

SSV Meisenheim: Gerhardt/Keller – L. Martin (6), Kurz (5), Hahn (5/1), R. Klein (3/3), M. Klein (1), Westenberger (1), Wapelhorst, Rabung, Benz, Christmann.

Schiedsrichter: Schöttke/Weinmann (HSV Alzey). Zuschauer: 130.

Spielfilm: 0:2, 3:2, 3:3, 9:3, 10:5, 13:9 – 13:11, 16:12, 16:14, 17:15, 21:15, 24:16, 27:17, 27:20, 30:21.

Handball (E)
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