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Simmern

Spielertrainer Nicolae kann nur zuschauen

Am Donnerstag ist in der Oberliga der Startschuss in das Handballjahr 2018 gefallen: Mülheim setzte sich in Friesenheim mit 25:23 knapp durch. Ein gutes Ergebnis vor allem für die SG Gösenroth, denn bei einem Friesenheimer Sieg hätten die Hunsrücker um ihr neues Trainerduo Jochen Tatsch und Florin Nicolae kurz vor dem Rückrundenbeginn am Sonntag die Rote Laterne übernommen. Aber auch so sind die Gösenrother Perspektiven auf den Klassenverbleib nicht sonderlich groß. Sportlich sieht die Stimmungslage beim Lokalrivalen HSG Kastellaun viel besser aus. Auch Kastellaun steigt am Sonntag mit einem Heimspiel in die Rückrunde ein. Der Blick auf das Hunsrück-Duo:

Platz auf der Bank: Gösenroths neuer Spielertrainer Florin Nicolae (rechts) wird am Sonntag gegen Illtal wegen einer Wadenverletzung nicht mitwirken können. Einsatzbereit ist dagegen Florian Saam (links). Foto: B&P Schmitt

SG Gösenroth/Laufersweiler – HF Illtal (So., 17 Uhr, in Sohren). Kurz vor Weihnachten trat Igor Domaschenko aus persönlichen Gründen bei der SG als Trainer zurück. Das Nachfolger-Duo Jochen Tatsch (er war vorher Trainer der Verbandsliga-Reserve) und Florin Nicolae (der rumänische Ex-Profi wurde vor der Saison als Spieler verpflichtet) soll nun das Team vor dem Abstieg retten. Ein schwieriges Unterfangen für den Vorletzten (15.) nach 6:24 Punkten in der Hinrunde und bei derzeit vier Zählern Rückstand auf den definitiv rettenden Tabellenplatz 13. „Wir werden alles versuchen, die Klasse zu halten, aber es wird sehr schwer“, weiß auch Tatsch, der von keiner „optimalen Vorbereitung“ in den vergangenen beiden Wochen spricht, auch wenn es am Donnerstag in einem kurzfristig anberaumten Testspiel beim Rheinlandliga-Spitzenreiter Urmitz zu einem klaren Sieg reichte: „Beide Mannschaften waren weit von ihrem Limit entfernt“, sagt Tatsch zum Testspielsieg: „Ansonsten sind die sechs, sieben Einheiten verletzungs- und krankheitsbedingt auch nicht so optimal gelaufen.“ Am Sonntag droht Außenspieler David Scherschlicht krank auszufallen. Auf keinen Fall einsatzfähig ist Spielertrainer Nicolae. „Er hat wohl einen Faserriss in der Wade“, sagt Tatsch über seinen Partner und Spielmacher: „Das erhöht unsere Chancen gegen Illtal sicherlich nicht.“ Auch mit Nicolae wäre die SG gegen den Tabellenzweiten aus Eppelborn klarer Außenseiter: „Vielleicht ist es ein kleiner Vorteil, dass wir daheim und ohne Harz in Sohren spielen.“ Auch in Saulheim gibt es ein Haftmittelverbot, dort kassierte Illtal eine seiner bisher zwei Niederlagen. Die andere war kurz vor Weihnachten beim 27:31 in Kastellaun.

HSG Kastellaun/Simmern – HSG Bingen (So., 17 Uhr, in Kastellaun). Hält das Kastellaun/Simmerner Hoch auch im neuen Jahr an? Mit fünf Siegen in Serie ging die HSG in die vierwöchige Winterpause, die Krönung war das berauschende 31:27 gegen Ex-Spitzenreiter Illtal. Für Trainer Axel Schneider könnte es in der Rückrunde so weitergehen: „Als Tabellensiebter sind wir früh in ruhigen Gewässern, das ist eine schöne Sache.“ Vor der Fastnachtspause lauten die Gegner neben Bingen (9.) noch Saulheim (6.), Friesenheim II (16.) und Bitburg (14.). Gut möglich, dass Kastellaun die 20 Punkte, die man in der gesamten letzten Saison sammelte, nun schon im Anfangsstadium der Rückrunde toppt. „Unser Ziel bleibt ein einstelliger Tabellenplatz“, sagt Schneider. Im Heimspiel am Sonntag erwartet der Trainer ein „torarmes Spiel, wie immer gegen Bingen. Sie spielen eine sehr gute 6:0-Abwehr und haben zudem starke Torhüter, im Angriff lassen sie es geduldig angehen“. Die bisherigen fünf Ergebnisse zwischen Bingen und Kastellaun belegen dies: In der Saison 2015/16 endeten die Duelle jeweils remis (20:20 und 21:21), in der Vorsaison gewann Bingen zweimal knapp (19:18 und 25:21), das Hinspiel Anfang September ging deutlich (28:20) an Bingen. Am Sonntag soll nun der erste Sieg für Kastellaun in dieser Paarung her – allerdings ohne den jungen Kapitän Jan Röckendorf (umgeknickt). Noch lange fehlen die Langzeitverletzten Matthias Faust (Ellbogen) sowie Adnan Kulovic und Mario Percin (beide Knie). Michael Bongard

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Handball

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

TSG Friesenheim II - TV 05 Mülheim  23:25

 1. VTZ Saarpfalz  15 403:349 26: 4  2. HF Illtal  15 432:352 25: 5  3. SF Budenheim  14 391:347 23: 5  4. SV 64 Zweibrücken  15 440:384 19:11  5. VTV Mundenheim  15 432:432 18:12  6. SG Saulheim  14 393:381 17:11  7. HSG Kastellaun  14 363:365 16:12  8. TV 05 Mülheim  14 383:391 15:13  9. Rhein-Nahe Bingen  15 380:376 13:17 10. HSG Worms  14 407:389 12:16 11. HV Vallendar  15 401:393 12:18 12. TV Offenbach  15 371:431 11:19 13. HSG Völklingen  15 349:381 10:20 14. TV Bitburg  14 382:446  7:21 15. SG Gösenroth  15 373:432  6:24 16. TSG Friesenheim II  15 382:433  4:26

Handball (LJD)
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