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Hahnenbach

Steiner-Cross: Zwei LDR-Athleten hängen Konkurrenz ab

Tina Paare

Einen besonderen Stellenwert hat der Eduard-Steiner-Crosslauf im Terminkalender der Leichtathleten. Für die einen ging die Saison beim TV Hahnenbach erst so richtig los, denn bei der Traditionsveranstaltung, die bereits zum 53. Mal auf dem Programm stand, fiel der Startschuss zum zwölfteiligen Sparkassen-Laufcup im Kreis Bad Kreuznach. Für die Sportler des Nachbarkreises Birkenfeld hingegen war der Lauf ein Abschluss, denn mit ihm endete die OIE-Laufserie, die vier Rennen umfasst. Dementsprechend bunt gemischt war das mit knapp 230 Teilnehmern gut bestückte Feld.

Noch dicht zusammen ist das Feld nach dem Start der 3800-Meter-Strecke. Angeführt wird die Gruppe von Sina Lüttger (Nummer 54) von den Lauffreunden Naheland und Lennart Rüdel (Nummer 164/LLG Hunsrück). Foto: Manfred Greber

Bei den ambitionierten Läufern stand die Langstrecke besonders hoch im Kurs, denn dort wurden die ersten Punkte für die dritte Auflage der Lauf-Liga vergeben. Nelson Rück, der die Liga zweimal in Folge gewonnen hatte, war heuer nicht am Start. Und so sackte Martin von Roeder, der 2017 in der Liga auf dem Bronzerang gelandet war, die ersten 15 Zähler ein. Zu Beginn des anspruchsvollen Kurses – von drei Steiner-Runden inklusive einer kräftezehrenden, jeweils 800 Meter langen Steigung geprägt – war er noch gleichauf mit seinem Teamkollegen Benjamin Oertel, doch nach der ersten Runde hatte sich von Roeder schon deutlich abgesetzt, und sein Vorsprung wuchs weiter. Nach 27:59 Minuten erreichte er das Ziel, Oertel, der Gesamt-Zweiter wurde, brauchte für die 7,8 Kilometer 32:07 Minuten. Auf Rang drei kam Andrej Popp vom Idarer TV (32:46). „Ich habe Martin gleich gesagt, geh ruhig. Man sollte sein eigenes Tempo laufen, mitzugehen ist der falsche Weg. Martin ist nun mal schneller als ich“, sagte Oertel, der nach den Strapazen die Belohnung im Blick hatte. „Jetzt freue ich mich auf Kaffee und Kuchen“, verriet er schmunzelnd. Der TV Hahnenbach ist für sein üppiges Kuchenbüfett in der Turnhalle bekannt, das für die Teilnehmer nach getaner Arbeit ein Anziehungspunkt ist. „Wir haben viele Helfer am Start und fleißige Kuchenbäckerinnen“, lobte Christoph Köhler, der TV-Vorsitzende. Er hatte im vergangenen Jahr den Vorsitz vom langjährigen Vereinschef Thomas Bertram übernommen und zeichnete nun erstmals für den Crosslauf verantwortlich. „Es ist schon viel, was da alles dranhängt. Die Vorbereitungen fangen schon im Sommer an. Wenn man da nicht ein paar Leute hat, die einen unterstützen, geht es nicht“, sagte Köhler, der sich umso mehr über das eingespielte Helferteam freute.

Doch zurück zu Sieger Martin von Roeder, dem die anspruchsvolle Strecke lag: „Ich laufe gerne durch Wald und Flur. Und die Anstiege machen Spaß.“ Aber auch er hatte mit dem matschigen Geläuf und den Pfützen zu kämpfen, die durch die Regenfälle der vergangenen Tage entstanden waren. Auf die Lauf-Liga will sich von Roeder trotz seines Auftakterfolgs nicht konzentrieren. „Wenn es passt, mache ich mit. Aber am Sonntag in Bad Kreuznach laufe ich den Halbmarathon, als Vorbereitung auf den Bonn-Marathon im April“, erzählte der LDR-Athlet.

Auf der Mittelstrecke über 3,8 Kilometer hatten Läufer aus den Nachbarkreisen die Nase vorn. Der Sieg ging an Maurice Machwirth von der LG Idar-Oberstein, der nach 14:05 Minuten ins Ziel lief und auch die OIE-Serie in der Altersklasse U20 gewann. Ihm auf den Fersen war Ramon Bernardon (TuS Heltersberg/14:10), Dritter wurde Machwirths Vereinskollege Jan Schwab (15:23). Der Sieger kam mit den Streckenverhältnissen gut zurecht. „Es war wie jedes Jahr ziemlich matschig, aber nicht minder schön. Vor allem bergab ist es schön zu laufen“, sagte der 17-Jährige, für den in den Osterferien erst mal ein Trainingslager in der Toskana ansteht, bevor dann die Bahnsaison losgeht.

Aus dem Kreis Birkenfeld kamen auch die schnellsten Läuferinnen. Morgane Dusaux (17:13) und Karoline Schöpfer (17:49), beides Talente des LAZ Birkenfeld, feierten einen Doppelsieg auf der Mittelstrecke. Auf dem Bronzerang landete Sharon Heath-Schug (18:31) von den Lauffreunden Naheland Bad Kreuznach, bei denen der Laufcup am Sonntag Station macht. Die Langstrecke entschied Julia Lauer (LT Niederbrombach) in 35:30 Minuten für sich, gefolgt von Sandra Dolby (VfR Baumholder/36:06) und Anne Eifler vom Triathon-Team Rhein-Nahe, die die Strecke in 36:55 Minuten zurücklegte.

Von unserer Mitarbeiterin Tina Paare

Leichtathletik (EL)
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