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Idar-Oberstein

Tiefensteiner Derby-Sieg: Roth probiert alles, Hübners Team antwortet

Der HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach ist im Derby der Handball-Verbandsliga ein Ausrufezeichen geglückt. Mit 38:26 (17:13) gewann das Team in der Tiefensteiner Stadenhalle das Derby gegen die HSG Irmenach/ Kleinich/Horbruch II.

Acht Mal – und damit am häufigsten in seinem Team – traf Tiefensteins Spielertrainer Florian Hübner im Derby gegen seinen ehemaligen Klub Irmenach, der in Kris Juenemann (Nummer 18) und Leon Schneider (13) seine besten Werfer hatte. Hübners HSG dominierte aber klar beim 38:26. Foto: Joachim Hähn

„5-1, 6-0, doppelte Manndeckung. Jürgen Roth hat alles probiert, aber wir hatten immer die passende Antwort“, freute sich der Tiefensteiner Trainer Florian Hübner, seinem Gegenüber und Vorgänger ein Schnippchen geschlagen zu haben. „Da hat Flo recht. Die Tiefensteiner waren motiviert, haben ein gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen“, erklärte Roth, der sich über die Leistung seines Teams ärgerte: „Die Einstellung hat nicht gestimmt. Die Luft ist raus, die Trainingsbeteiligung stimmt nicht mehr. Dann passiert es eben, dass du die Niederlage einfach so hinnimmst.“

Die Tiefensteiner hatten bis auf das 0:1 immer die Nase vorn. Zur Pause betrug der Vorsprung vier Treffer, Mitte der zweiten Hälfte vergrößerten die Gastgeber den Abstand. Hübner hatte viele Gründe für den klaren Erfolg ausgemacht. Dazu gehörte eine bessere personelle Situation als in den Wochen zuvor. Eric Diehl (Studium in Darmstadt) und Philipp Stumm (Verletzung) feierten nach langen Pausen ihr Comeback und trumpften auf. „Mit zwei solch starken Spielern in der Hinterhand kannst du es eben auch verschmerzen, wenn Martin Klünder mal zwei Siebenmeter verwirft“, erläuterte Hübner, der die Aussage aber nicht als Kritik an Klünder verstanden haben wollte. Er ergänzte: „Martin spielt 60 Minuten durch und leistet enorm viel, vor allem in der Abwehr. Imponiert hat mir aber, wie er seine Mitspieler in Szene gesetzt hat.“ Dazu gehörte auch Hübner selbst, der mit acht Treffern bester Tiefensteiner Werfer war. „Nach wochenlangen Rückenschmerzen konnte ich zweimal beschwerdefrei trainieren und jetzt auch spielen. Das macht sich bemerkbar“, erklärte der Coach.

Ein weiteres Pfund der Tiefensteiner war Rechtsaußen Tim Bamberger, der mit fünf Treffern zu glänzen wusste. Einen Wermutstropfen fand der Trainer der Gastgeber dann aber doch. „Es waren nur 80 Zuschauer in der Halle. Die Mannschaft hätte deutlich mehr verdient gehabt. Aber die 80 sind vielleicht die echten Fans unserer HSG, sie standen nämlich wie eine Eins hinter der Mannschaft“, sagte Hübner. Olaf Paare

HSG Tiefenstein/Algenrodt/Siesbach: Rickes – Hübner (8), Diehl (7/2), Klünder (6), Bamberger (5), Stumm (3), Schwarz (3), Wagner (3), Ries (2), Casper (1), Münster, Bunn.

HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch II: Stoffel, Schmidt – Molz (1/1), Ströher (1), Klei, J. Schneider (1), Fritz (2), L. Schneider (9/2), K. Schell (2), Kirst (2), Anton (1). Braun, Juenemann (6), Mende (1/1).

Handball (LJD)
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