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Namur

Timo Spitzhorn löst Ticket zur WM im Cross-Triathlon

Hawaii ist das Ziel schlechthin für Triathleten, die auf der Ironman-Distanz unterwegs sind. Aber nicht nur in Kona auf Big Island treffen sich jedes Jahr im Oktober die besten Ausdauersportler weltweit. Zwei Wochen nach der Langdistanz-WM finden auf Maui Weltmeisterschaften im Crosstriathlon statt. Die weltweit organisierte Rennserie, X-Terra genannt, vergibt die Startplätze für die WM auch durch ein strenges System von Qualifikationsrennen. Dabei setzte sich jetzt Timo Spitzhorn von RSG Montabaur im belgischen Namur durch.

Über Belgien nach Hawaii: Timo Spitzhorn. Foto: RSG Montabaur

In jedem Qualifikationsrennen kann sich nur der Schnellste einer jeden Altersklasse das WM-Ticket sichern. Das wusste der 18-jährige Spitzhorn bei seiner Anmeldung zum X-Terra Belgien. Da dies aber sein erstes Rennen dieser Art und über diese Streckenlänge war, rechnete er nicht ernsthaft mit einem Sieg in der Juniorenklasse. Aber es sollte anders kommen: Nach dem konsequenten Training hatte er in den vergangenen Wochen bei den Vorbereitungswettkämpfen bereits überzeugen können. Entsprechend selbstbewusst, aber auch aufgeregt, stieg er in die Maas, wo zunächst 1,5 Kilometer schwimmend zurückgelegt werden mussten. Bereits nach 18:47 Minuten stieg er mit der elftschnellsten Schwimmzeit aller 675 Teilnehmer (inklusive der knapp 20 Profis) aus dem Wasser. Auf der ersten Hälfte der 38 Kilometer langen, mit reichlich Höhenmetern gespickten Radstrecke, die mit Mountainbikes bewältigt wird, hielt er sich noch etwas zurück, erfuhr dann aber von seinem Vater Oliver, der als Betreuer die Konkurrenten seiner Altersklasse im Blick hatte, dass sein nächster Verfolger fast zwei Minuten auf ihn aufgeholt hatte und nur noch acht Sekunden hinter ihm lag. Auf der zweiten Hälfte forcierte Spitzhorn daher das Tempo noch einmal und konnte den alten Zwei-Minuten-Abstand mit auf die 10-Kilometer-Laufstrecke nehmen. Sein belgischer Konkurrent zeigte einen starken Lauf und kam immer näher heran, bis auf 15 Sekunden etwa einen Kilometer vor dem Ziel.

Der junge Triathlet aus Montabaur wollte sich aber die einmalige Chance auf den Sieg nicht mehr nehmen lassen und gab nochmal alles. Mit 23 Sekunden Vorsprung und einer Gesamtzeit von 3:24 Stunden (und damit nur 20 Minuten nach dem Profisieger) kam er dann zwar überglücklich, aber auch total entkräftet als Gesamt-44. ins Ziel. Dritter wurde mit bereits 17 Minuten Rückstand ein Neuseeländer, der sich im März in seinem Heimatland ebenfalls bereits für Maui qualifiziert hatte, was deutlich macht, wie hart der Sieg erkämpft werden musste. Somit steht im Oktober eine zunächst nicht geplante Reise nach Hawaii an.

Aber zunächst wird Timo Spitzhorn noch zwei weitere X-Terra-Rennen in der Schweiz und Frankreich absolvieren und sein RSG-Team in der Liga unterstützen.

Regionalsport extra (F)
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