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Welling

Welling bittet Rhein-Nette mit voller Kapelle zum Derby-Tanz

In der Handball-Rheinlandliga beginnt die Rückrunde mit einem Derby-Klassiker: Der TV Welling empfängt am Samstag um 19.30 Uhr in der Nettetalhalle die HSV Rhein-Nette. Im Duell der Dauerrivalen brennen die Maifelder darauf, die 19:33-Pleite aus dem Hinspiel auszumerzen.

Beim eigenen Nette-Cup zog der TV Welling (mit Björn Oligschläger beim Wurf) gegen den späteren Turniersieger HSG Rhein-Rockets den Kürzeren. Viele Handballer der Rhein-Rockets spielen für die HSV Rhein-Nette, sie kommen am Samstag zum Derby in die Nettetalhalle. Foto: Andreas Walz

Wellings Trainer Achim Adams möchte diese Partie schnell abhaken und meint zur höchsten Saisonniederlage seines Teams nur kurz: „So schwach wie in Andernach haben wir uns seitdem nie mehr präsentiert – und wir werden uns so auch nicht mehr präsentieren.“ Seinerzeit fehlten mit Niklas Mannheim und Adams' Sohn Maximilian zwei Leistungsträger.

Letzterer fehlte zwar grippegeschwächt, doch gegen die Rheinstädter hofft Adams diesmal auf Bestbesetzung: „Endlich können wir wahrscheinlich mal wieder mit voller Kapelle antreten. Damit wollen wir es Rhein-Nette deutlich schwerer machen als im Hinspiel.“

Seinerzeit kam Welling überhaupt nicht in die Partie und handelte sich einen beinahe historischen 0:9-Fehlstart ein, von dem sich die Mannschaft anschließend naturgemäß nicht mehr erholte. Adams gibt sich zuversichtlich: „Wir haben beim Nette-Cup zuletzt gegen die Rhein-Rockets nur knapp verloren, und das war ja im Kern Rhein-Nette, sogar noch etwas verstärkt. Da haben meine Jungs gesehen, zu was sie in der Lage sind, wenn sie konsequente Abwehrarbeit leisten und im Angriff geduldig und klug agieren.“

Nachdem HSV-Trainer Jörn Kobusch und Co-Trainer Werner Mohrs ihren Abschied zum Saisonende ankündigt haben, verlor Rhein-Nette zuletzt prompt zum ersten Mal seit September. Einen kausalen Zusammenhang sah der HSV-Trainer aber nicht, denn die 25:30-Niederlage bezog die HSV bei der wiedererstarkten HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch.

Dennoch ist für die HSV am Samstag beim Derby in Welling der Sprung an die Tabellenspitze möglich. Voraussetzung ist ein Sieg in der Nettetalhalle, doch die Erinnerungen an den bislang letzten Erfolg beim Lokalrivalen sind mittlerweile verblasst.

„Ich glaube, das ist bereits acht Jahre her. Da habe ich eine Rote Karte bekommen. Aber zum Glück stehe ich ja nicht auf dem Feld“, erzählt HSV-Trainer Jörn Kobusch augenzwinkernd. Eigentlich sind die Vereinigten aus Andernach und Plaidt in dieser Partie klarer Favorit, trotz der jüngsten Niederlage und trotz der Sieglosserie in Welling.

„Wir haben das 25:30 bei der HSG Irmenach gut verdaut. Die Umstände waren einfach so, dass man mit dieser Niederlage bei einem Titelkandidaten leben kann. Jetzt ist die Mannschaft wieder hoch motiviert und freut sich auf das Derby. Wenn wir oben dranbleiben wollen, ist ein Sieg ganz klar Pflicht“, weiß Kobusch.

Selbstvertrauen sollte der HSV ein Blick zurück aufs 33:19 im Hinspiel geben. „Damals ist alles für uns gelaufen. Das kann man so nicht erneut erwarten. Wir erinnern uns aber nicht nur an dieses Spiel, sondern auch an die Begegnung im letzten Jahr in Welling, in der wir eine herbe Klatsche bezogen haben, die auch immer noch schmerzt“, so Kobusch.

Enorm wichtig für die HSV wird die wahrscheinliche Rückkehr von Dustin Keip. Gegen Irmenach war sein Fehlen vor allem im Abwehrverbund deutlich spürbar. „Er gibt der Defensive einfach mehr Sicherheit. Gerade in so einem Spiel ist das natürlich sehr wichtig. Ansonsten hoffe ich einfach, dass wir insgesamt besser drauf sind als in der Vorwoche“, so Kobusch. htr, lkl

Handball (ABCK)
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