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Koblenz

Schwimmen in Koblenz: Raumnot wird zumindest ein wenig gelindert

Stephanie Mersmann 18.06.2017, 17:15 Uhr

Der Platz zum Schwimmen ist knapp in Koblenz: Das Stadtbad ist seit fünf Jahren geschlossen, das neue Hallenbad lässt auf sich warten – und derweil drängeln sich Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer im kleinen Beatusbad.

Seit das Stadtbad dichtgemacht wurde, drängeln sich im Beatusbad Schulen, Vereine und Freizeitschwimmer.
Sascha Ditscher

Von Montag bis Sonntag sind hier die Bahnen vom frühen Morgen bis zum späteren Abend fast durchgehend belegt. Doch irgendwann muss hier auch noch geputzt werden, und das macht die Situation nicht einfacher.

Am gesamten Montagvormittag zwischen 6.30 und 12 Uhr kann das Beatusbad bislang nicht genutzt werden, da das Bad in diesen Stunden einmal in der Woche grundlegend gereinigt wird. Das verschärft die Platznot weiter, gerade für Grundschulkinder, die hier vor allem vormittags schwimmen lernen sollen. Die CDU-Fraktion kritisiert dies und hat die Stadt aufgefordert, hier etwas zu ändern – mit einem Ergebnis, das zumindest ein wenig Erleichterung bringen könnte.

Eine Verlegung der Generalreinigung in den Zeitraum nach 15 Uhr ist laut Stadt zwar schwierig, da dies einen Verein deutlich einschränken würde und die Trainingszeiten vertraglich geregelt sind. „Die Prüfung seitens des Sport- und Bäderamts habe jedoch ergeben, dass ein früherer Beginn der Reinigungsarbeiten montagmorgens denkbar wäre“, sagt Monika Sauer, sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion.

Wenn die Reinigung nun in die Zeit von 4.30 bis 10 Uhr vorverlegt wird, könnten die Koblenzer Grundschulen am Montag zumindest zwischen 10 und 12 Uhr sechs Bahnen sowie das Nichtschwimmerbecken nutzen.

Laut Oberbürgermeister soll eine entsprechende Regelung bereits mit Beginn des neuen Schuljahrs umgesetzt werden, teilt die CDU mit. „Dies ist schon einmal ein erster begrüßenswerter Schritt, um die Schwimmzeiten für Grundschüler auszuweiten“, erklären Monika Sauer und Fraktionschefin Anne Schumann-Dreyer.

Hintergrund der Debatte ist ein RZ-Bericht, in dem mehrere Leiter von Grundschulen beklagt hatten, dass in Koblenz zu wenig Zeit für Schwimmunterricht zur Verfügung steht. Immer weniger Kinder hätten Vorkenntnisse und könnten schon schwimmen, wenn sie in die Schule kommen – und dennoch haben die Grundschulen zurzeit nur ein halbes statt eines ganzen Schuljahrs für den Schwimmunterricht. Die Gefahr besteht, dass nicht mehr alle Kinder sicher schwimmen können. Und das in einer Stadt an zwei Flüssen.

Wann das geplante Hallenbad am Rauentaler Moselbogen steht und endlich für eine wirkliche Erleichterung sorgt, wagt niemand vorherzusagen. Seit Jahren schon wird hier geplant und vorbereitet, doch diverse Auflagen und Formalitäten sorgen dafür, dass ein Baubeginn immer wieder in die Ferne gerückt ist.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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