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Simmertal/Bundenbach

Zauberwort "Verkehrssicherheit": Das großen Hacken geht weiter

16.02.2017, 16:41 Uhr

Im Hahnenbachtal laufen derzeit die Gehölzpflege- und Rodungsarbeiten auf Hochtouren. Verkehrssicherungspflicht ist das Zauberwort. Zwischen Hahnenbach und Rudolfshaus kreischen im Steilhang die Motorsägen. Ursprünglich sollte bis Samstag alles fertig sein, aber durch die extreme Topografie braucht das Sägeteam länger, sagt der stellvertretende Forstamtsleiter Klaus Günther auf unsere Anfrage.

Durchfahrt verboten. Das Schild steht derzeit bei Hahnenbach. Nächste Woche ist das Kellenbachtal dran. Hunderte Bäume fallen. Foto: Sebastian Schmitt

Die Sperrung der Landesstraße wird demzufolge erst am Mittwochvormittag aufgehoben, sagt Eckhard Hecht, Leiter der Masterstraßenmeisterei Kirn. Parallel zum Hahnenbachtal kommt dann ab Montag, 20. Februar, das Kellenbachtal dran. Hier sind der Zweckverband Schloss Dhaun mit 800 Metern Straßenlänge, die Forstverwaltung und die Straßenmeisterei sowie eine ganze Reihe von Privatbesitzern, die sich anschließen können, mit im Boot. Im Kellenbachtal werden auch einige der vom Eschentriebsterben befallene Eschen am Bach mit klein gehackt.

Die Bundesstraße 421 wird von Montag bis Samstag zwischen Simmertal und Kellenbach voll gesperrt. Brauweiler kann vom 20. bis 23. Februar über Kellenbach und am 24. Februar über Simmertal angefahren werden. Der Campingplatz Haumühle bleibt über die Bergmühle und ab 23. Februar über die Bundesstraße erreichbar.

Die Umleitung erfolgt über Weitersborn, Lkw werden über die K 20 über Pferdsfeld zur B 41 umgeleitet. Da aktuell keine Bausaison herrscht, sieht Eckhard Hecht keine Probleme durch den Schwerverkehr. Die Verarbeitung der „Brennholzbäume“ geschieht direkt vor Ort durch Großhäcksler, informiert Klaus Günther. Das Material wird mit Hilfe des Maschinenrings zur Zwischenlagerung nach Baumholder gebracht und von dort bis nach Waldfischbach und Zweibrücken transportiert. Weil es sehr große Hackschnitzelmengen sind, gibt's für die Waldbesitzer auch ein ansehnliches Entgelt dafür: Zwei Euro pro Schüttmeter liegen deutlich über dem üblichen Preis. Das reicht allerdings bei weitem nicht, um die Kosten für die Maßnahme im steilen Gelände zu decken. Armin Seibert

Bad Kreuznach
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